Kirchengemeinde St. Vitus, Lathen

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Die Kirche

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Im Jahre 834 hat Ludwig der Fromme die Missionszelle Meppen - zu der auch Lathen gehörte - dem Kloster Corvey geschenkt. Wie einige emsländische Kirchen auch ist Lathen somit eine Corveyer Kirche. Noch bis 1910 hatte die Kirchengemeinde Lathen ein sehr großes Einzugsgebiet. Zu ihr gehörten die Gemeinden Emen, Hilter, Kathen, Frackel, Oberlangen mit dem Hof Einhaus, Niederlangen, Wilholte, Düthe, Fresenburg, Melstrup, Rupennest und Tinnen. Abgepfarrt wurden Ober- und Niederlangen am 1. Januar 1911, Tinnen am 20. Januar 1921 und Emen am 27. Januar 1921.

grundriss

Grundriss der Kirche mit den jeweiligen Bauabschnitten

  • 1528 - 1531: Von 1528 - 1531 wird die Kirche abgerissen und der Chorraum mit den Materialien der alten Kirche neu errichtet. Für das einschiffige Langhaus werden Sandsteinquader verwendet. Chor und Kirchenschiff fluchten nicht. Wie bei älteren Kirchen des öfteren, sind Chor und Kirchenschiff dem Korpus Christi am Kreuze nachgestellt. Der Kopf Christi und der Chorraum neigen sich nach rechts. Das sehr schöne Sternengewölbe endet auf aufwendig gestalteten Sandsteinkonsolen, in denen man Bauleute, Steinmetze und Mönche - auf Betschemeln sitzend - zu erkennen glaubt.
  • 1881 - 1882: Der alte Turm und die Sakristei werden abgerissen. Ein neuer Turm, zwei Seitenkapellen und zwei Sakristeien werden gebaut. Von der damals neu erstellten Einrichtung steht heute nur noch der rechte Seitenaltar. Der Turm ist 52 m hoch. Vier Glocken rufen die Gläubigen zum Gottesdienst. Die beiden ältesten Glocken stammen aus den Jahren 1652 und 1728. Im ersten Weltkrieg werden zwei eingeschmolzen und 1922 ersetzt.

innen1920

Das Innere der Kirche um 1920

  • 1957: Die Kirche wird zu klein. Deshalb werden zwei Seitenschiffe angebaut. Das Mauerwerk der alten Kirche wird weitgehend entfernt. Der Chorraum wird neu gestaltet.
  • 1987: Im Jahre 1987 werden umfangreiche Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Der Turm (1980) und das Kirchenschiff (1984) werden neu eingedeckt. 1987 wird der Innenraum völlig neu gestaltet. Von besonderer Bedeutung ist die Freilegung der Fresken unter der Gewölbedecke im Altarraum. Sie sind so alt wie die Kirche, also aus dem Jahr 1531 und zeigen die Krönung der Gottesmutter Maria, die Dornenkrönung Jesu, sowie eine Darstellung des Heiligen Johannes des Täufers und des Kirchenpatrons St. Vitus.
  • 2010: Das Mauerwerk des Turms wird grundsaniert. Die alten Fugen werden entfernt und durch neue ersetzt.